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Widersprüche der Liebe

Der Liebende will eine Leidenschaft am Leben halten, deren Natur (wie die jeder Leidenschaft) der Wille zur eigenen Zerstörung durch den Besitz und das heißt die Zerstörung der Geliebten ist; welche eben deshalb begehrenswert bleibt, weil sie sich selbstständig erhält, also weil sie nicht besessen zerstört und ihrer Unabhängigkeit beraubt werden kann.

DG S.703

Liebe, Verzweiflung

Die Liebe ist eine Verwandlungsform der Verzweiflung, der Verzweiflung, in der die Zeit besteht, die Unerbittlichkeit der Zeit, und das Leben, da es ja Zeit ist  — und Verwandlung ist zugleich das Bewusstsein dieser Verzweiflung, dieser unerbittlichen Verurteilung — und wird die Bejahung dieser Verurteilung — es gibt kein größeres Glück als die voluntas fati.  

(D/G S.961)

Liebe zerstört

Die Liebe ist eine innerliche Revolution; sie ist eine Verneinung des Seins und der Grundlagen, die Tätigkeit wird, sie ist eine Verwandlung, also eine Bilderzerschlagung, welche die Form schafft, das heißt Individualität, ist eine Befreiung, die in eine neue und härtere Sklaverei führt. — Wir sind Sklaven der Figur, die wir mit der Verneinung unserer selbst schaffen, mit dem inneren Bildersturm — die Revolution wird als Bilderzerschlagung geboren. 

(D/G S.904)

Ode ans Nichts

Ode ans göttliche Nichts

Göttliches Nichts, unser Frieden, funkelndes Firmament über dunkelsten Nächten, Synthese all dessen, was wir sind, Du bist unser höchster W...